Sámara - Dorffeeling am Strand

Bis vergangenen Dienstag (18.09.) waren wir in Sámara und haben uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Unternommen im Sinne von Ausflügen haben wir nicht so viel, aber es waren einige Ereignisse dabei, von denen ich euch nun gerne berichte.

Sámara - Das Dorf am Meer
Sámara ist ein beschaulicher Ort, der sich unter anderem durch den Strand, Surfschulen und mind. eine (in der Schweiz scheinbar bekannte) Sprachschule auszeichnet.
Je länger wir dort waren, desto mehr bekamen wir das Gefühl in einem kleinen Dorf zu sein. Eine "Hauptstrasse", die direkt an den Strand führt, ist zentral, viele Restaurant, Shops und Bars gehen von ihr ab, ausserdem die anderen grösseren Strassen, die zu den Hostels und Unterkünften führen. Eine dieser Strassen führte noch weiter, als wir dort lang liefen, entdeckten wir weiter Unterkünfte und kleine Tante Emma Läden. Ausserdem ist hier hinten viel mehr Natur und ich konnte sogar eine Limette von einem Baum am Wegesrand ernten. War die beste bis jetzt ;)
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Kaffee, Essen, Schwimmen, Schlafen
So sah ungefähr unser Tagesrhythmus aus. Wir (oder ich) haben es uns beibehalten früh ins Bett zu gehen und früh aufzustehen. Hier wird es ca. um 18 Uhr dunkel, dafür schon gegen 5.30 Uhr hell. Also waren wir meistens früh morgens auf und sassen mit einem Kaffee in der Hand an unserem "Stammplatz" am Strand und haben die Flut beobachtet, die das Wasser fast bis zu uns nach oben spülte. An einem Tag haben wir versucht darinnen schwimmen zu gehen, aber es ist eine sehr sandige Angelegenheit gewesen. Ausserdem ist die Strömung stark und irgendwie ist das alles nicht so mein Fall. Luki hat sich ein bisschen weiter reingewagt, aber auch dort war es eine recht starke Strömung, also unterliessen wir die morgendlichen Badeversuche. Aber was ist so ein Tag auch ohne Essen und so haben wir entweder gekocht oder sind was Essen gegangen, haben ein bisschen an der Weiterreise geplant oder uns mit dem Beobachten der Surfer beschäftigt. An einem Tag war ich sogar in dem Sámara Gym (Fitnessstudio), ein lustiger Ort mit einem Typ am Eingang, der locker auch nach Jamaika gepasst hätte und ich glaube, er war der entspannteste Mensch von ganz Sámara. hahaha War ganz lustig darin, es gab kaum Freihanteln und von dem Fahrrad wäre ich fast runtergefallen, da es total gewackelt hat. Das restliche Equipment war auch ehr alt. Ein anderes Fitnessgerät hat ebenfalls gewackelt und als sich eine Dame beschwerte, kam der entspannte Typ mit WD40 in den Raum. Hilft meistens, dieses Mal leider nicht. :D Hab mich ziemlich kaputt gelacht. hahaha Sport machen konnte man trotzdem und so habe ich mich ein bisschen vernichtet und bin hinterher samt Kleidung ins Meer gesprungen. An sowas kann man sich beim Sporteln doch gewöhnen.
Unser Zimmer hier war super warm auch noch in der Nacht und wir waren froh um unsere dünnen Seiden-Schlafsäcke (Danke für den Tipp Sarah :-*) und unser Mückennetz. Darum war ich besonders froh, denn scheinbar mögen mich die Mücken hier. Zähle aktuell 23 Mückenstiche. 15 am linken Unterschenkel. Luki hat genau 0. 
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Kokosnuss ernten - Pipa frisch vom Baum
Während einer unsere Spaziergänge haben wir eine total schöne Palmenpromenade an einem Ende des Strandes entdeckt. Während wir so durch liefen, habe Einheimische zwei lande Stöcke aneinander gebunden. Das Ziel: Kokosnüsse selber ernten. Sie luden uns ein, es mit ihnen zu probieren, einer zeigte, wie es geht und sammelte die erste Kokosnuss auf. Unsere sollte Lukas selber ernten. Das war so lustig, er hat es geschafft drei abzuschlagen - man zielt mit dem Stock auf die Mitte der unteren Seite der Kokosnuss und haut den Stock dann mit Schwung nach oben. Er rutscht an der Kokosnuss vorbei und (hoffentlich) an die Stelle an der sie angemacht ist.
Zum Öffnen schlägt man sie dann einfach gegen einen Baum und trinkt aus dem Spalt der dabei entsteht. Schmeckt eigentlich ganz gut, nicht so kokoslastig, wie das Zeugs, was man bei uns kaufen kann, eher säuerlich. Wir haben uns jedenfalls herrlich amüsiert und die Einheimischen auch. Sie haben den Stab dann zum nächsten Baum weiterbalanciert und weitergemacht =)
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Wetter
Das Wetter war super. Nicht allzu heiss und sonnig. Das Meer war teilweise wirklich wärmer als Badewanne! Unfassbar. Da hilft dann nur noch kalt duschen, wenn die Sonne doch mal reinbrät.
Wir hatten am ersten Tag leichten Regen am Nachmittag, danach kam es immer (wenn überhaupt) erst nach der Dämmerung oder in der Nacht regnen. Lukas hat sich einen ordentlichen Weisshaut-Sonnenbrand geholt, der sich allerdings nicht schält. Haben ihm jetzt 50+ Sonnencreme gekauft :)

Next Stop Liberia, oder wenn man nicht nach der richtigen Bushaltestelle fragt
Am Dienstag ging es dann für uns weiter nach Liberia. Wir freuten uns schon - es warten Nationalpark mit Vulkan und einfach wieder ein bisschen Kühle auf uns.

Wir gingen also morgens brav bepackt an die Bushaltestelle, gegenüber dem Ort, an dem wir bei der Ankunft ausgestiegen waren, um den 8 Uhr Bus Richtung Nicoya und von dort aus einen Bus nach Liberia zu nehmen. Die Busse fahren hier echt sehr pünktlich, also waren wir um kurz nach 8 Uhr verunsichert. Dann kam eine ältere Dame, die uns sagte, dass der Bus von Nicoya an einem ganz anderen Ort fährt. Wir liefen dort hin, doch wie befürchtet, war der Bus schon weg. Kaum an der Haltestelle angekommen, hielt ein Auto neben uns und ein Mann mit seinem Sohn fragte uns, ob wir nach Nicoya wollen. Ob wir bei ihm mit fahren wollten, denn der Bus sei schon weg. Erleichtert stiegen wir ein und hatten eine sehr amüsante Fahrt und wurden bis an die Haltestelle für die Busse nach Liberia gebracht. Wir konnten um 9 Uhr dort in den Bus steigen und waren um 11.00 Uhr in Liberia am Hostel - einfach perfekt.
Es stellt sich heraus, dass der Mann ein Tico (Einheimischer) ist, der viele Jahre in den USA gelebt hatte. Nun wohnt er mit seiner Familie nördlich von Sámara und hatte sichtlich Spass uns Dinge auf dem Weg zu zeigen und zu erklären. So lieb. Der Sohn (ca. 8) war auch super. Er springt gerne von hohen Orten ins Wasser und filmt das auch sehr gerne. Auf dem kurzen Abschnitt der Strecke, auf der wir mobiles Internet hatten, zeigt er uns bestimmt 10 Videos, die er auf YouTube gestellt hatte. So süss und ziemlich mutig :) Hier ist sein YouTube Kanal

Die Geschichte spiegelt ungefähr wider, wie lieb und hilfsbereit die Menschen hier sind. Mein Spanisch ist ja auch nicht so das Yellow from the Egg und trotzdem geht es irgendwie immer. Sie geben sich auch echt Mühe langsam zu reden und wiederholen Dinge, wenn ich sie nicht verstehe. Echt lieb.

Nun sind wir also in Liberia und besuchen den National Park - dazu in einem weiteren Artikel mehr. :)

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