Liberia - Rincón de la Vieja 2/2

Rincón de la Vieja Tag 2
Tag 2 fing früher an und es wurden Badesachen eingepackt, denn heute ging es zu den Hot Springs (heissen Quellen) im anderen Teil des Parks. Dafür liessen wir uns zum Eingang Santa Maria fahren. Der Weg dorthin führte zu 70% über Schotterpiste und mein Herz rutschte ein paar mal in die Hose, als der Taxifahrer mit seinem klapprigen Stadttaxi dorthinauf fuhr. Als wir nach ca. einer Stunde Fahrzeit am Eingang waren, waren wir glaub ich alle drei froh :D Um das Problem mit dem Handyempfang vom Vortag zu vermeiden, vereinbarten wir eine fixe Abholzeit (15.00) am gestrigen Eingang des Parks. Unser Plan war es, den Wanderweg durch den Wald zum anderen Teil des Parks zu nehmen. Vorher stand jedoch die Erkundung des Santa Maria Parks an. Über eine Wanderweg, von dem immer wieder seitliche Wege zu Wasserfällen oder kleinen Teichen abgingen, liefen wir los. Die erste Abzweigung führte zu den Teichen und wir liefen los dort hinauf.            
Wir kamen nicht weit, als ich eine Vollbremsung einlegte. Mein Gesicht stoppte ca. 5 cm vor einem gigantischen Spinnennetz, welches den gesamten Weg überspannte und in dem stolz eine Spinne thronte. *quietsch* Da das Netz auf ungefähr 1.30 m Höhe hing, konnten wir unten durch laufen und gingen ganz vorsichtig weiter. Einige Meter weiter wartete auch schon das nächste Netz. Von da an liefen wir sehr bedacht und mit einem Stock "bewaffnet" den Weg hinauf. Oben angekommen erwartete uns ein Schwefelfeld, allerdings ohne Wasser. Eventuell waren wir nicht ganz oben bei den Teichen, aber ab den Feldern haben wir keinen Weg mehr gefunden, was für unsere Theorie spricht, dass der Teil vom Park nicht so häufig besucht wird, vor allem nicht in der Nebensaison.
Lukas Schwefelfeldjpg
Der Rückweg war genau so bedacht und eben so die Abstecher zu den Wasserfällen. In dem einen Wasserfall durfte man baden gehen. Das Wasser war super kalt und ich war nur ganz kurz drinnen. Luki hatte nicht so das Bedürfnis dort zu schwimmen.
Von dort ging noch gut zwei Kilometer weiter zu den heissen Quellen.
Angekommen, war es leicht am Regnen und die letzten Besucher (vor uns) verliessen gerade die heissen Quellen, sodass wir die drei Pools ganz für uns hatten. Die Pools wurden angelegt mit Steinen, damit sich das Wasser besser sammelt. Ansonsten würde es sich direkt mit dem kalten Wasser eines vorbeifliessenden Flusses mischen. So gibt es nun einen heissen, einen lauwarmen und einen kaum warmen Pool und den Fluss.
Das war so cool, während es regnet in diesem warmen Wasser zu sitzen. Fast wie Whirlpool :P
Nach einiger Zeit mussten wir dann aber doch wieder raus, da der Schwefelgeruch auf Dauer ziemlich intensiv ist und uns beiden schlecht wurde. Um den Geruch wenigstens ein bisschen los zu werden sind wir dann noch in den kalten Fluss getunkt. Uiuiui
HeisseQuellejpg

Wanderung zum Las Pailas Abschnitt
Umgezogen und fast trocken haben wir uns auf den 4 Kilometer langen Weg zum andern Teil des Nationalparks gemacht. Auf dem Weg sahen wir niemand anders und auch hier scheinen länger keine Leute mehr durchgelaufen zu sein, wir sahen unzählige Spinnennetze mitten im Weg bis zur Hälfte. Danach hörte es plötzlich auf. Luki vermutet wegen der Höhe, wir wissen es nicht genau.
Der Weg war wirklich schön und führte durch einen beeindruckenden Urwald. An manchen Stellen mussten wir um riesige umgestürzte Bäume herumlaufen, oder abgebrochenen, grossen Ästen ausweichen, die auf dem Weg lagen. Das mit den Spinnennetzen im ersten Teil, war natürlich etwas gruselig, aber dafür könnten wir den zweiten Teil dafür umso besser geniessen. Wir sahen einige Tiere, vor allem Käfer, Schmetterlinge, Libellen und eine roten Specht, sowie andere Vögel. Gehört haben wir eine Affenband, die fanden es wohl nicht so toll, dass wir durch ihr Revier laufen und haben gebrüllt, aber als wir für sie weit genug weg waren, war auch wieder Ruhe im Karton.
LukasBaumjpg

Der zweite Teil des Vulkanweges
Dieser ruhige Weg mündet dann in den Vulkanweg, dessen erste Hälfte wir gestern schon belaufen sind. Nun konnten wir also die zweite Hälfte anschauen und trafen auf einige Gruppen von Besuchern, die dort unterwegs waren. Vorbei mit der Ruhe, aber auch ein bisschen weniger unheimlich :)
Auf dem zweiten Teil des Weges konnten wir einen kleinen Vulkankrater bestaunen, aus dem es heraus raucht. So kann man leider nicht sehen, was unten ist. Eventuell Lava? War auch so beeindruckend genug.
MiniKraterJPG
Wir sahen noch einen kleinen Wasserfall und nochmals kochende und dampfende Wasserlöcher und liefen dann weiter zum Haupteingang des Parkteils.
Unser Taxifahrer kam Tico-pünktlich, also um 15.30 Uhr und führ uns wieder zurück zum Hostel in Liberia.

Der Versuch den Schwefelgeruch der Badeaktion mit Handwäsche aus den Kleidern zu entfernen, schlug leider fehl, so dass wir uns später dazu entschlossen, sie waschen zu lassen. Jetzt duftet wieder alles sauber und nach Waschmittel :)
Für die, die nicht wissen, wie Schwefel riecht: Es riecht ca. wie ein angegammeltes Ei. Nicht so brutal, wie verfault, aber so reicht auch schon, um es gerne loszuwerden.

Strandausflug an Tag 3
Am darauffolgenden Tag wurden wir von dem Mitarbeiter des Hostels eingeladen, mit ihm und dem Besitzer an einen Strand zu fahren. Wir willigten ein und auf der Fahrt dorthin erfuhren wir, dass es per Gesetz in Costa Rica keine Privatstrände geben darf. Also fuhren wir an einen der Strände des Four Season Ressorts in Peninsula Papagayo (google: Four Seasons Costa Rica), was ungefähr 50 Minuten mit dem Auto vom Hostel weg ist. Damit die Damen und Herren sich nicht gestört fühlen, muss man allerdings draussen parken und wird dann mit offiziellen Ressortbussen an die Strände gebracht. Hahaha Es ist zum Piepen, wirklich. Der Strand war dann super, eigentlich nur Einheimische und ganz seicht. Es glich eher einem See und die Affen und Nasenbären haben versucht die Proviante der Badegäste zu klauen. Haben unsere Sachen dann in einen Baum, der im Wasser stand gehängt. Kurz kam mal eine Affe und wollte etwas klauen, aber er war dann auch wieder verschwunden und kam nicht wieder. Die anderen Gäste wurden jedoch belagert und fingen auch an die Tier zu füttern. Losgeworden sind sie sie dann nicht mehr :D

Am nächsten Morgen haben wir uns dann ein Auto gemietet und sind nach El Castillo gefahren. Dazu in einem weiteren Bericht mehr. :)