Liberia - Rincón de la Vieja 1/2

Nach Sámara und ein paar Tagen am Meer waren wir nun drei Tage in Liberia, um den National Park Rincón de la Vieja zu erkundigen. Google versorgte uns mit einigen Informationen zu vielen Wanderungen, die dort gemacht werden können und wir entschieden uns zwei Tage in Folge in den Nationalpark zu fahren.
Im Hostel haben wir dann noch andere Leute getroffen, die am Tag unserer Anreise im Park waren. Wie es sich herausstellte ist die Tour, die wir gerne gemacht hätten, zum Gipfelkrater des Vulkans leider nicht (mehr) begehbar. Dies allerdings schon seit 2011 nicht mehr, da der Vulkan in dem Jahr wohl einen kleinen Ausbruch hatte. Da hatten wir wohl ganz schön alte Berichte im Internet gelesen, die von der Tour berichteten ;)
Des Weiteren bekamen wir die Adresse eine Taxifahrers, der uns praktisch zum gleichen Preis, wie das Hostelshuttle zum Park brachte und wieder abholte, allerdings zu der Zeit, die wir wollten ;)

Rincón de la Vieja Tag 1
Am ersten Tag planten wir zum Wasserfall La Cangreja zu laufen. Etwas spät (10.30 Uhr) kamen wir im Park an und bekamen ein sehr ausführliche und nette Einweisungen in die Parkgegebenheiten sowie eine Skizze vom Ranger. Der Weg zum Wasserfall und zurück dauert 4-5 Stunden, je nachdem, wie viel Zeit man sich nimmt.
Wir wanderten also los und eine ganze Weile ging es durch einen Wald, der immer dichter wurde und atemberaubende Bäume, so wie unzählige Ameisenstrassen und Schmetterlinge zu bieten hatte. Ausserdem gibt es hier ziemlich grosse Spinnen, die in den ausladenden Wurzeln der Bäume ihre Spinnennetze weben. Oder mitten im Weg. Das haben wir allerdings erst an Tag 2 bemerkt. Zusätzlich haben wir noch einen Affen gesehen, der sich durch die Bäume hangelte. Mega cool :)
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Die Vegetation am Wegesrande wechselt halbstündlich. Mal dichter Dschungel, mal lichter Wald mit kakteenähnlichen Gewächsen und dann wieder steppenähnliche Plateaus. Den Blick auf dem Vulkan erhascht man nur selten, und eigentlich ist immer eine Wolke obendrauf. Die Sonne heizt uns ordentlich ein, im Wald wird es schwül. Es fängt leicht an zu regnen und im nächsten Moment kommt die Sonne wieder vollgas zurück. Ausser Schnee und Hagel hatten wir, glaub ich, alles. Unten am Wasserfall angekommen ist es toll. Ganz kühl und ein kleine Nebel aus kleinen Wassertropfen, die zusätzlich abkühlen. Yaaay
Der Wasserfall liegt in einer Senke und es wirkt fast, wie in einer Schlucht. Rechts und links sind Felswände mit Überhängen und Pflanzen und von dem Becken des Wasserfalls fliesst der Fluss weiter durch den Park. 
Ein sehr schöner Ort zum Verweilen und die Schmetterlinge und Vögel fliegen in dem Trichter umher, und lassen sich von den Winden wie auf einer Achterbahn treiben. Sah sehr spassig aus das Spektakel. 
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Schwimmen darf man in dem Teil des Parks leider nicht und somit machen wir uns wieder auf den Rückweg. Die Wolken haben sich kurz verzogen, und wir bekamen den Vulkan etwas mehr zu sehen, dennoch nicht komplett:
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Zurück an am Eingang entschieden wir uns trotz des herannahenden Gewitters noch kleineren den Rundweg durch den Vulkanpark anzutreten. Hier gibt es Löcher, durch die Schwefel und Gase aus dem Boden austreten. Ausserdem kochende Wasserlöcher und brodelnde Schlammkrater. Der Rund(geh)weg ist gut zurecht gemacht und der Hauptgrund für die meisten Touristen, den Park zu besuchen. Als wir jedoch drüber liefen, war es schon später Nachmittag und auch mit dem Gewitter, war keiner mehr dort anzutreffen. Nach der Hälfte der Attraktionen aber weniger als der Hälfte des Weges sind wir umkehrt. Die zweite Hälfte planten wir für den nächsten Tag.
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Um dann endlich Empfang zu haben und den Taxifahrer zu informieren, waren wir nochmals weiter 2km gelaufen und eigentlich schon 2 Stunden fertig mit dem Park. Glücklich, dass wir es noch zurück geschafft haben gab es dann Spaghetti im Hostel und früh ging es ins Bett. Am Morgen planten wir die Abfahrt für 7.30 Uhr.