Flug von Zürich nach San José (Costa Rica) mit Condor

Jede Reise beginnt mit einem Schritt. Oder in unserem Fall mit drei Flügen.

Für unsere Anreise haben Lukas und ich die Airline Condor ausgewählt. Dies nicht zu letzt wegen des unschlagbar günstigen Preises für ein One-way-Ticket, sondern auch, weil wir gute Rückmeldungen von (Arbeits-)Kollegen bekommen haben, die bereits mit Condor in ähnliche Richtungen geflogen sind.
Los ging es also Sonntagabends ab Zürich. Abflug 18.05 verspätete sich um 30 Minuten, dies hatte aber keine grösseren Auswirkungen, ausser, dass wir noch Zeit hatten mit jemanden, der die gleiche Reiseroute hatte und ebenfalls aus unserer Stadt kommt, ein Bier zur trinken.
40 Minuten später landeten wir in Frankfurt und nach einem kleinen Essen (welches sich im nach hinein als Rettung erwies) ging es an Board einer Boeing 767 - nächstes Ziel: Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Etwas mehr als 9 Stunden Flugzeit durch die Nacht.

Langstreckenflug
Dank Premium Entertainment Paket und extra viel Beinfreiheit, da Sitze am Notausgang gebucht, sollte dies kein grosses Problem darstellen. Denkste :)
Da ich chronisch nicht im Sitzen schlafen kann, habe ich mir von der Drogerie kleine müdemach-Tabletten mitgeben lassen. Eine halbe Stunde vor dem Schlafen gehen nehmen und tschüssi. Leider dann doch nicht so einfach.
Aber der Reihe nach.
Zu erst kam das Essen, welches ich bei der Flugbuchung vorbestellt hatte (einmal vegetarisch und einmal vegan). Leider hat dies offensichtlich nicht funktioniert und vor mir stand ein feines vegetarisches Menü mit Rahm, Käse und Eiern. Auf nachfragen hin, wurde mir nur mitgeteilt, dass leider kein anderes Menü verfügbar sei. Ich habe mich dann mit den Beilagen (Fruchtsalat, Pumpernickel mit Margarine) begnügt und von meiner Reserve, das Flughafenessen in Frankfurt, gezehrt. Lukas hat sich gefreut - zwei Portionen Tortellini. Wer ihn kennt weiss, dass das für ihn ein Festmahl war :)
Weiter geht's - Premium Entertainment Paket. Ablenken mit Filmen also die nächste Devise. Leider  haben wir hier keinen Code erhalten, um uns einzuloggen. Doch die Crew konnte uns das System freischalten, nach dem wir die Buchungsbestätigung vorgewiesen hatten (zum Glück war sie noch in den Untiefen von Lukas Mail-Postfach).
Da es nun schon einigermassen spät war, nahm ich meine Einschlafhilfe und hoffte auf schnellen und tiefen Schlaf. Habe dann so 4 Stunden vor mich hin gedöst und war mehr wach als schlafend.  Als ich zu frieren began, fragte ich die Crew nach einer zweiten Decke. Leider gab es im gesamten Flieger keine weitere Decke mehr. Beim Gang durchs Flugzeug haben wir dann bemerkt, dass wir tatsächlich den kältesten Platz der Economy erwischt haben. Genau dort gab es einen sehr kalten Zug von Notausgangstüre und Klimaanlage. Wir haben dann immer mal wieder Plätze getauscht, da der Sitz im Gang wärmer war als der an der Tür. Wieder was gelernt :)
Zwei Stunden vor der Landung kam dann das Frühstück (eine Art Pprridge/Müsli mit Wasser angesetzt) - das war vegan (ausser dem Gipfeli) und fein.
Völlig groggy von zu wenig Schlaf, frierend und ziemlich durstig kam ich dann in Santo Domingo mitten in der Nacht an. Lukas hat ein ganzes Weilchen gut geschlafen und war dementsprechend recht fit bei der Landung.

Anschlussflug
Der Anschlussflug hat viel von dem wett gemacht, was auf dem langen Flug passiert ist. Eine super nette, top motivierte Crew inkl. Piloten, die auf dem zwei Stunden Flug häufiger Getränke ausgeschüttet hat, als man es bei dem langen getan hatte und einfach eine super (Ferien-) Stimmung ausstrahlte. Uns wurden die Immigrationspapiere für Costa Rica ausgehändigt und auch zum ausfüllen stand die Crew helfend zur Verfügung und konnte alle unsere Fragen beantworten. Die Einreise selber erfolgte dementsprechend reibungslos.

Flugzeug und Fazit
Das Flugzeug selber, die letzten beiden Flüge waren mit dem selben Flugzeug, hat einen modernen und schicken Eindruck gemacht. Die Sitze waren bequem und konnten gut verstellt werden. Ausser an unserem Platz empfand ich das Kabinenklima auch als sehr angenehm und die WCs waren gepflegt und sauber (und genug an der Zahl).

Alles in Allem würden wir wieder mit Condor fliegen. Man sollte sich einfach bewusst darüber sein, dass man bei so günstigen Flugtarifen mit Extrazahlungen rechnen muss, bspw. Kopfhörer im Flugzeug 3.50CHF, aber es funktionieren auch die eignen (AUX). Dass das vegane Menü nicht verfügbar war, verbuche ich mal als Pech und hoffe, das ich eine Ausnahme war. Die Flüge waren so angenehm, wie sie ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten sein konnten und wir sind sicher und wohlbehalten am Zielort angekommen.