Cotopaxi und Latacunga - nächster Halt 4500 m.ü.N.

Vulkan Cotopaxi

Mit dem Hostelbus fuhren wir von Quito zum Cotopaxi Nationalpark. Nach ca. 1.5 Stunden hielten wir an der Zubringerstrasse zum Eingang und luden eine Wanderführerin auf. Nach weiteren 10 Minuten kamen wir zum Haupteingang, an dem wir die Karte mit der Übersicht fanden. Lag der Haupteingang auf 3600 Metern, so würden wir uns, erklärte und die Dame, noch auf über 4000m begeben. Luki und ich guckten uns recht perplex an, was so ziemlich alle aus der Gruppe zum Lachen brachte. Der Hostelmitarbeiter schenkte uns Coca-Tee ein, der den Körper bei der Anpassung an die Höhe unterstützt und wir fuhren los. Auf dem Weg erklärte uns die Wanderführerin, einiges über die Tier- und Pflanzenwelt und wir hielten an um Fotos, der schönen, aber sehr kargen Landschaft zu machen.

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Es war schon recht frisch und windig, vom Cotopaxi konnten wir nur die unteren 2/3 sehen, der Rest lag in einer dichten Wolkendecke. Wir fuhren immer weiter und die immer enger werdende Strasse führte uns immer steiler nach oben. Als wir auf einem Parkplatz halt hatten, könnten wir eine grössere Hütte etwas über uns erkennen. Der Fahrer erklärte, dass wir nun auf 4500 Metern wären und die restlichen dreihundert Meter zur Hütte zu Fuss laufen würden.

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Ausgestiegen, pfiff uns ein eisigkalter Wind um die Ohren. Wir packten uns ein mit Zwiebelprinzip, Handschuhen und Mütze und marschierten auf Anweisung der Wanderführerin ganz langsam los. Über 1.5 Km erklommen wir die 300 Höhenmeter und es ging erstaunlich gut, dafür dass auf der Höhe nur noch knapp 60% Sauerstoff in der Luft sind. Oben angekommen, gab es eine Fotorunde und wahlweise einen Tee oder eine heisse Schokolade.

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Ausserdem hatten wir das grosse Glück, dass sich der Cotopaxi doch noch zeigte und für einen kurzen Moment die Sonne rauskam.

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Auf dem Weg nach unten, waren wir schneller unterwegs und genossen trotzdem noch die Aussicht, denn etwas weiter von uns entfernt zog noch ein Gewitter vorbei.
Vom Parkplatz aus fuhren wir mit dem Auto wieder hinunter, noch zu einer Lagune und dann wieder raus aus dem sehr schönen Nationalpark.

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Latacunga

Wir liessen uns unter einer Autobahnbrücke absetzen, da wir nicht mehr mit zurück nach Quito fuhren, sondern nach Latacunga wollten. Hier konnten wir nach einiger Zeit einen Bus stoppen, der uns mitnahm. Latacunga sollte der Ausgangspunkt für unsere kommende mehrtägige Wanderung sein und so planten wir dort nur eine Nacht zu verbringen. Der Ort wirkt sehr nett und unsere Unterkunft war direkt am Hauptplatz, an dem Abends ein grösseres Event mit Bühne und Konzerten stattfand, die jedoch um Punkt 22Uhr verstummten, sehr zu unserer Verwunderung. Den Tag verbrachten wir mit rumlaufen, denn auch dieser Ort hat eine nette Altstadt mit kleinen Restaurant und Bars und einigen, wenigen Hostels. Man merkt, dass hier nicht viele Touristen länger als über Nacht bleiben und alle bieten es an, das Gepäck aufzubewahren. Auf der Strasse verkaufen viele ihre Waren, Essen, Gemüse, Obst oder Kleinteile und es gibt ein sehr grosses Busterminal.
Am Morgen gingen wir in einem kleinen Imbiss etwas frühstücken und er Mann dort, mixte wirklich den besten Bananenshake von ganz Ecuador. Stolz erklärte er uns, dass er nur ganz reife Bananen verwendet und keinen Zucker zusetzt. Da wir so begeistert waren, bekamen wir noch mal gratis nachgeschenkt und mit den Jugos und je einem Kaffee im Bauch, machten wir uns auf den Weg nach Quilotoa.